09 — QA Consultancy

Bevor Sie testen, brauchen Sie eine Strategie.

QA – Quality Assurance ist kein Add-on am Ende der Entwicklung, sondern ein systematischer Prozess, der sicherstellt, dass ein Produkt die festgelegten Anforderungen tatsächlich erfüllt. Manche Unternehmen haben dafür noch keine Struktur, andere eine gewachsene, aber unübersichtliche Praxis. QualityOne prüft mit einem unabhängigen Audit den Status quo und liefert eine konkrete QA-Strategie – für den Aufbau von Grund auf oder die Optimierung bestehender Prozesse.

1unabhängiger Blick von außen
KonkretEmpfehlungen statt Standardfloskeln
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Bestandsaufnahme

Wir prüfen, wo Ihre Qualitätssicherung heute steht — Stärken, Lücken, Risiken.

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Der Audit-Prozess

Systematisch und nachvollziehbar, mit konkreten Handlungsempfehlungen.

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Eigene QA optimieren

Sie behalten Ihr Team — wir helfen, es effektiver einzusetzen.

Wenn Qualität zum Zufall wird: typische Warnsignale

Die meisten Unternehmen, die sich an uns wenden, haben nicht das Gefühl, gar keine Qualitätssicherung zu betreiben. Im Gegenteil: Es gibt Tester, es gibt Testfälle, es gibt vielleicht sogar ein Testmanagement-Tool. Und trotzdem wirkt jede Release-Woche wie eine Wundertüte. Mal läuft alles glatt, mal bricht am Tag vor dem Go-live etwas ein, das niemand auf dem Schirm hatte. Genau diese Unberechenbarkeit ist das deutlichste Warnsignal: Wenn die Qualität eines Release davon abhängt, wer gerade getestet hat und wie viel Zeit übrig war, existiert keine Strategie, sondern eine Ansammlung von Gewohnheiten.

Weitere Signale sind ebenso konkret. Wird Qualität erst am Ende des Sprints geprüft, statt von Anfang an mitgedacht? Wandert Wissen über kritische Testfälle ausschließlich in den Köpfen einzelner Mitarbeiter, statt in dokumentierten Prozessen? Steigen die Kosten für Bugfixes, weil Fehler regelmäßig erst in der Produktion oder kurz davor auffallen, statt früh im Entwicklungszyklus? Jedes dieser Symptome für sich ist lösbar. In Kombination deuten sie auf ein strukturelles Problem hin, das sich nicht durch mehr Tester, sondern nur durch eine andere Herangehensweise beheben lässt.

Der Wert des Blicks von außen

Interne Teams kennen ihr Produkt besser als jeder Außenstehende – und genau das macht sie manchmal blind für die eigenen Lücken. Prozesse, die seit Jahren so gehandhabt werden, gelten irgendwann als gegeben, nicht mehr als Entscheidung, die man auch anders treffen könnte. Wer täglich mit denselben Werkzeugen und Abläufen arbeitet, hinterfragt sie seltener. Hinzu kommt: Ein internes QA-Team, das über Jahre gewachsen ist, hat oft politische Rücksichten zu nehmen. Kritik an der eigenen Testabdeckung oder an Entscheidungen, die das eigene Management getroffen hat, ist intern schwer zu formulieren – unabhängig davon, wie berechtigt sie wäre.

Eine externe Perspektive bringt zudem etwas mit, das intern kaum aufzubauen ist: den Vergleich. Wir sehen bei unterschiedlichsten Kunden – von Konzernen wie UBS, Allianz oder BMW bis zu mittelständischen Herstellern wie V-ZUG –, wie unterschiedlich reife QA-Organisationen aufgebaut sind, welche Werkzeuge sich in der Praxis bewähren und welche Prozesse regelmäßig scheitern. Dieses Wissen lässt sich nicht aus einem einzelnen Unternehmen heraus entwickeln. Es entsteht erst durch den Vergleich vieler Fälle.

Wo QA Consultancy ansetzt: zwei Ausgangslagen

In der Praxis sehen wir zwei grundlegend unterschiedliche Ausgangssituationen. Die erste: Es existiert praktisch keine strukturierte Qualitätssicherung. Tests werden manuell und ad hoc durchgeführt, oft von Entwicklern selbst, kurz bevor ein Release rausgeht. Hier geht es darum, QA von Grund auf in die bestehende Unternehmensstruktur einzubetten – mit den Prozessen, Rollen und Werkzeugen, die zur Größe und zum Reifegrad des Unternehmens passen.

Die zweite Ausgangslage ist häufiger: Es gibt bereits eine QA-Funktion, aber sie ist über die Jahre gewachsen, statt geplant worden zu sein. Verantwortlichkeiten überschneiden sich, Tools wurden nacheinander eingeführt, ohne dass eines konsequent abgelöst wurde, und Dokumentation existiert, wird aber nicht gepflegt. In diesem Fall optimieren wir vorhandene Prozesse, statt sie zu ersetzen – wir identifizieren, was funktioniert, und bauen darauf auf.

Der Audit-Prozess im Detail

Stakeholder-Interviews: die Situation verstehen

Jeder Audit beginnt mit Gesprächen – nicht mit einem Fragebogen. Wir sprechen mit Entwicklern, Testern, Product Ownern, Release-Verantwortlichen und, wo relevant, mit der Geschäftsführung. Jede Rolle erlebt Qualität anders: Entwickler sehen die technische Seite, Product Owner die Auswirkungen auf Roadmap und Kunden, Release-Verantwortliche den Druck kurz vor dem Go-live. Erst aus der Summe dieser Perspektiven entsteht ein realistisches Bild davon, wo der eigentliche Engpass liegt – der selten dort ist, wo ihn die Beteiligten zuerst vermuten.

Analyse von Prozessen, Werkzeugen und Artefakten

Parallel zu den Gesprächen prüfen wir die Substanz: Wie sehen tatsächliche Testpläne, Testfälle, Bug-Reports und Release-Checklisten aus? Welche Tools werden für Testmanagement, Automatisierung, Bug-Tracking und CI/CD eingesetzt – und wie konsequent werden sie tatsächlich genutzt? Häufig zeigt sich hier eine Lücke zwischen Anspruch und Praxis: Ein Tool wurde eingeführt, aber nur ein Teil des Teams nutzt es aktiv, während der Rest über E-Mail und Chat improvisiert. Diese Artefakt-Analyse liefert die belastbaren Fakten, die reine Interviews nicht liefern können.

Abgleich mit Reifegrad-Benchmarks

Im letzten Schritt setzen wir die gesammelten Erkenntnisse in Relation zu etablierten Reifegradmodellen und zur Praxis vergleichbarer Unternehmen aus über 20 Jahren Projekterfahrung. So lässt sich präzise einordnen, ob eine Lücke branchenüblich und unkritisch ist oder ob sie tatsächlich ein signifikantes Risiko darstellt. Diese Einordnung verhindert zwei typische Fehler: unnötigen Aktionismus bei Kleinigkeiten und Untätigkeit bei tatsächlich kritischen Lücken.

Das Ergebnis: eine QA-Strategie zum Arbeiten, nicht zum Ablegen

Am Ende eines Audits steht kein allgemeines Statement über „Verbesserungspotenzial“, sondern ein konkretes, priorisiertes Dokument. Es beschreibt, welche Prozesse angepasst werden sollten, welche Werkzeuge sinnvoll sind – inklusive Empfehlungen zu konkreten Testmanagement- und Automatisierungslösungen – und wie eine Testumgebung aufgebaut sein sollte, die belastbare Ergebnisse liefert, statt False Positives zu produzieren.

Dazu liefern wir unmittelbar nutzbare Vorlagen für die kritischsten Artefakte: Testplan-Templates, Testfall-Strukturen, Bug-Report-Formate und Reporting-Vorlagen für das Management. Diese Vorlagen sind bewusst kein generischer Standard, sondern auf die tatsächliche Situation des Unternehmens zugeschnitten. Ein Team soll am Montag nach Übergabe der Strategie direkt damit arbeiten können, nicht erst einen weiteren internen Workshop veranstalten müssen, um sie zu übersetzen.

Von der Empfehlung zur Umsetzung

Eine Strategie, die in der Schublade landet, hat niemandem geholfen – das gilt für Beratung generell, für QA-Prozesse ganz besonders, weil sich schlechte Gewohnheiten sonst innerhalb weniger Sprints wieder einschleichen. Deshalb endet unsere Arbeit nicht mit der Übergabe des Strategiepapiers. Auf Wunsch begleiten wir die Umsetzung aktiv: Wir prüfen in regelmäßigen Abständen, ob die vereinbarten Maßnahmen tatsächlich greifen, ob Meilensteine erreicht werden und wo Widerstände im Team die Umsetzung bremsen.

Diese Begleitung unterscheidet eine echte QA Consultancy von einem einmaligen Audit-Bericht. Prozessänderungen scheitern in der Praxis selten an der Analyse und viel häufiger an der Durchsetzung im Tagesgeschäft, wenn der ursprüngliche Druck nachlässt. Unsere Rolle ist es hier, diesen Druck aufrechtzuerhalten, bis die neuen Abläufe zur Routine geworden sind.

Der nächste Schritt: von der Strategie zur laufenden Qualitätssicherung

Für Unternehmen, die nach dem Audit keine eigene Testkapazität aufbauen wollen oder können, ist die QA Consultancy oft der erste Schritt zu einer dauerhaften Lösung. Die im Audit entwickelte Strategie lässt sich nahtlos in unser TaaS-Modell überführen, bei dem wir die laufende Testausführung als Dienstleistung übernehmen, statt nur zu beraten.

Der Vorteil dieser Reihenfolge liegt darin, dass die operative Testausführung auf einer bereits geprüften und dokumentierten Grundlage aufsetzt, statt parallel zur Umsetzung erst entwickelt werden zu müssen. Unternehmen, die diesen Weg wählen, vermeiden den doppelten Aufwand, zunächst Prozesse aufzubauen, um sie kurz darauf wieder anzupassen.

Für wen sich eine QA Consultancy lohnt

Nicht jedes Unternehmen benötigt einen QA-Audit, und wir sagen das auch offen, wenn eine bestehende QA-Organisation bereits solide aufgestellt ist. Sinnvoll ist eine QA Consultancy vor allem für Unternehmen, die spürbar unter unvorhersehbarer Release-Qualität leiden, die vor einem Wachstumsschritt stehen und ihre bisher informellen Abläufe professionalisieren müssen, oder die regulatorische Anforderungen erfüllen müssen, für die eine dokumentierte, nachvollziehbare QA-Strategie ohnehin Voraussetzung ist.

Ebenso profitieren Unternehmen, die kurz vor der Entscheidung stehen, eine eigene QA-Abteilung aufzubauen oder auszuweiten, und dabei nicht dieselben Fehler wiederholen wollen, die andere Organisationen in vergleichbarer Situation gemacht haben. Ein Audit vor dieser Investition zeigt, welche Struktur tatsächlich zur Unternehmensgröße passt, statt eine Organisationsform zu kopieren, die woanders funktioniert hat.

Was sich nach einem QA-Audit konkret ändert

Der messbare Effekt zeigt sich selten sofort nach der Übergabe der Strategie, sondern über die folgenden Release-Zyklen. Teams berichten typischerweise von weniger Überraschungen kurz vor dem Go-live, weil kritische Testfälle jetzt dokumentiert sind, statt nur im Kopf einzelner Mitarbeiter zu existieren. Bugs werden im Schnitt früher im Entwicklungsprozess gefunden, was die Kosten für ihre Behebung spürbar senkt – ein Fehler, der in der Produktion entdeckt wird, kostet um ein Vielfaches mehr als derselbe Fehler, der bereits in der Entwicklungsphase auffällt.

Mindestens so wichtig wie diese Kennzahlen ist ein Effekt, der sich schwerer messen lässt: Klarheit. Wenn jeder im Team weiß, wer für welchen Teil der Qualitätssicherung verantwortlich ist, welches Tool wofür genutzt wird und wie ein Release-Entscheid zustande kommt, verschwindet ein erheblicher Teil der Reibung, die vorher als „normaler Stress vor dem Release“ galt.

Fazit

Qualitätssicherung, die zufällig gut funktioniert, ist keine Strategie – sie ist Glück, das irgendwann aufbraucht. Ein externer QA-Audit macht sichtbar, was intern oft nur als diffuses Unbehagen wahrgenommen wird, und übersetzt es in einen konkreten, umsetzbaren Plan. Ob Ihr Unternehmen bei null anfängt oder eine gewachsene QA-Praxis professionalisieren will: Am Ende steht eine Strategie, die tatsächlich im Alltag funktioniert, nicht nur auf dem Papier überzeugt.

Häufige Fragen zur QA Consultancy

Wie lange dauert ein QA-Audit?

Die Dauer hängt von Unternehmensgröße und Komplexität der Produktlandschaft ab. Für ein einzelnes Produktteam ist ein Audit häufig innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen, inklusive Interviews, Artefakt-Analyse und Übergabe der Strategie. Bei mehreren Produktlinien oder verteilten Teams über mehrere Standorte kann sich der Prozess auf vier bis sechs Wochen ausdehnen. Wir stimmen den genauen Umfang immer vorab mit Ihnen ab, statt mit einer Pauschallaufzeit zu arbeiten.

Setzt QualityOne die Empfehlungen auch selbst um?

Ja, das ist möglich und wird von den meisten unserer Kunden auch gewählt. Nach der Übergabe der Strategie können wir die Umsetzung aktiv begleiten – von der Einführung neuer Tools über die Schulung des Teams bis zur regelmäßigen Überprüfung des Fortschritts. Genauso arbeiten wir aber auch mit Unternehmen zusammen, die die Umsetzung komplett intern verantworten wollen und von uns lediglich die Strategie und die Vorlagen benötigen.

Ist QA Consultancy nur für Unternehmen ohne eigene Qualitätssicherung geeignet?

Nein, im Gegenteil: Die meisten unserer Audit-Kunden haben bereits eine QA-Funktion, oft seit Jahren. Genau dort liegt der größte Wert eines externen Audits, weil gewachsene Prozesse selten von Grund auf neu bewertet werden. Für Unternehmen ganz ohne Qualitätssicherung bauen wir die Struktur von Beginn an mit auf – der Ansatz unterscheidet sich im Detail, das grundlegende Vorgehen bleibt aber dasselbe.

Was unterscheidet QA Consultancy von der Einstellung eines Testmanagers?

Ein interner Testmanager verantwortet den laufenden Betrieb der Qualitätssicherung – das ist eine dauerhafte, operative Rolle. Eine QA Consultancy liefert dagegen eine unabhängige Bestandsaufnahme und eine Strategie, die auch als Entscheidungsgrundlage für genau diese Einstellung dienen kann. Viele Unternehmen nutzen den Audit gezielt, bevor sie einen Testmanager einstellen oder eine QA-Abteilung aufbauen, um von Anfang an die richtige Struktur zu definieren, statt sie später aufwendig zu korrigieren.

Was kostet eine QA Consultancy?

Der Aufwand richtet sich nach Umfang und Komplexität des Audits und wird individuell kalkuliert – von der Anzahl der Produktteams über die Zahl der Standorte bis zum gewünschten Detailgrad der begleitenden Umsetzung. Sprechen Sie uns direkt an: In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir den Umfang und erstellen ein transparentes Angebot, bevor irgendetwas beauftragt wird.

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